Weimarer Marktplatz

Fliegender Bau Front geschlossen

Fliegender Bau Front offen

Fliegender Bau Detail Offen

Fliegener Bau Front offen

Fliegender Bau Schnittschema

Fliegender Bau Abend

Fliegender Bau Abend

Fliegender Bau







WEIMARER

Kategorie:
Bauprojekt

Ort:
Weimar

Jahr:
2026


Leistungen:
Konzeption & Baubegleitung


Bauherrschaft:
Weimarer Brauerei


Im Auftrag der Weimarer Brauerei wurde für den Weimarer Zwiebelmarkt ein Fliegender Bau entwickelt, der den Duktus klassischer Marktstände aufgreift und in eine eigenständige architektonische Struktur übersetzt. Der Entwurf verbindet eine einfache, mobile Konstruktion mit einer prägnanten Erscheinung und schafft einen temporären Ort für Ausschank, Verkauf und Markenpräsenz. Ein wesentliches Element des Entwurfs ist der weithin sichtbare Schriftzug. Er wird zum integralen Bestandteil der Architektur und verleiht dem temporären Bau eine klare Adresse. Zugleich markiert er den Wandel im Auftritt der Brauerei: Aus der bisherigen Identität entwickelt sich mit „Weimarer“ eine neue, unmittelbar mit dem Ort verbundene Marke.

Ein Holzskelett aus standardisierten Profilen bildet die konstruktive Grundstruktur. Farbige Holzwerkstoffplatten ergänzen das offene Gerüst und bestimmen gemeinsam mit der Tragstruktur das Erscheinungsbild. Konstruktion, Form, Farbe und Schriftzug werden dabei nicht als voneinander unabhängige Elemente verstanden, sondern zu einem gemeinsamen architektonischen Bild verbunden. Die bewusst einfache Konstruktion folgt konsequent den Anforderungen eines Fliegenden Baus. Sämtliche Bauteile sind auf wiederholte Montage, Demontage und einen möglichst kompakten Transport ausgelegt. Das Baukastensystem ermöglicht es, die Konstruktion in Einzelteilen zu transportieren und vor Ort mit geringem personellem und technischem Aufwand aufzubauen. Zwei bis drei Personen können den Bau innerhalb eines Tages montieren beziehungsweise demontieren.

Der Grundriss ist kompakt und auf unterschiedliche betriebliche Anforderungen ausgelegt. Die offene Front bildet den zentralen Verkaufs- und Ausschankbereich. An den Stirnseiten können größere Apparate sowie ergänzende Lagerflächen angeordnet werden. Die Rückseite übernimmt die Erschließung und bietet weitere Flächen für Regale und betriebliche Ausstattung. Die klare konstruktive Ordnung ermöglicht unterschiedliche Nutzungsszenarien innerhalb derselben Grundstruktur und erlaubt Anpassungen an wechselnde Standorte und Anforderungen.

So entsteht mit wenigen konstruktiven und materiellen Mitteln eine temporäre Architektur mit hoher Wiedererkennbarkeit. Mobilität, Wiederverwendbarkeit und funktionale Flexibilität werden mit einer eigenständigen gestalterischen Präsenz verbunden. Der Fliegende Bau versteht sich damit nicht allein als Verkaufsstand, sondern als räumlicher Träger einer neuen Markenidentität im öffentlichen Raum.